
Während in Wien am 1. Mai traditionell Aufmärsche stattfinden, wird in Luxemburg gefeiert – mit einem großen Fest der Gewerkschaft OGBL in der Abtei Neumünster, einem historischen Ort mitten im Stadtviertel Grund. Die Neumünster-Abtei ist nicht nur ein kulturelles Zentrum, sondern auch ein symbolträchtiger Ort für Austausch, Dialog und gesellschaftliches Engagement.
Das Fest war geprägt von einer offenen, engagierten Atmosphäre mit einer Bühne, Informationsständen (auch von der Arbeitnehmerkammer CSL) und vielfältiger Kulinarik. Menschen kamen zusammen, um gemeinsam für ihre Rechte und für soziale Gerechtigkeit einzustehen.
Ein Höhepunkt war die beeindruckende Rede von Nora Back, Präsidentin der OGBL und der Arbeitnehmerkammer CSL. Sie sprach über geplante Einschnitte bei Arbeitnehmerrechten – etwa die Schwächung von Kollektivverträgen – und rief zur Demonstration am 28. Juni auf, gemeinsam mit der zweitgrößten Gewerkschaft LCGB. Die Regierung plant tiefgreifende Veränderungen, die viele Errungenschaften infrage stellen.

Die dazu verteilte Broschüre warnt deutlich: Renten, Arbeitszeiten, Sozialversicherung und Grundrechte stehen unter Druck. Umso wichtiger sind starke Gewerkschaften und Institutionen wie die Arbeitnehmerkammer CSL – sie sind das Rückgrat für ein soziales und gerechtes Luxemburg.

Ich persönlich hatte das große Glück, Nora Back kennenzulernen. Eine beeindruckende Frau, die trotz ihres jungen Alters bereits zwei solch verantwortungsvolle Ämter innehat. Sie ist nicht nur eine starke Rednerin, sondern auch eine sehr sympathische und nahbare Person – und das trotz eines vollen und sicherlich oft stressigen Alltags. Ihre Präsenz ist inspirierend, ihre Überzeugung spürbar.
Ein Fest, das Mut macht:
Das 1. Mai-Fest in Luxemburg war mehr als nur eine Veranstaltung – es war ein starkes Zeichen der Solidarität. Es war ein Ort, an dem man viele engagierte Menschen trifft, die sich für die Rechte der Arbeitnehmer*innen und für eine gerechtere Gesellschaft einsetzen. Ein Tag, der zeigt: Der Kampf für soziale Gerechtigkeit ist lebendig – und hat eine starke, solidarische Basis.

